Unter Dekubitus wird ein Wund- und Durchliegen
bei mangelnder Gewebeernährung verstanden. Das geschieht
häufig bei Patienten, die wegen eingeschränkter
Bewegungsfähigkeit dauernd sitzen oder liegen müssen
und ihre Position nicht immer wieder selbständig verändern
können. Das Gewebe wird nicht mehr durchblutet, die Haut
stirbt ab und es bildet sich eine Hautnekrose (Wunde, Geschwür).
Um dies zu verhindern, werden ein Dekubitusschutz oder eine
Dekubitustherapie erforderlich.
So muß die Lage oder Sitzposition
des Patienten so oft wie möglich verändert werden. Hilfsmittel
hierfür sollen die Ursachen abschwächen oder vermeiden,
wobei die hauptsächliche Wirkung in der Verminderung des Drucks,
der Feuchtigkeit und der Wärme liegt.
Hilfsmittel werden in zwei Gruppen aufgeteilt:
1. Zur Vorbeugung
2. Zur Behandlung und Nachbehandlung in Kombination mit speziell
entwickelten Verbandsstoffen und Verbänden.
Bei uns wird das Gesamtkonzept bei jeder
Dekubitusberatung fallbezogen erarbeitet, um einen größtmöglichen
Erfolg zu erzielen. Die so abgestimmte Versorgung wird durch unsere
Krankenschwestern/-pfleger ausgeliefert. Eine fachgerechte Einweisung und
Anpassung erfolgen vor Ort. Zusätzlich werden die pflegenden
Angehörigen oder die Pflegedienste sorgfältig geschult
und eingewiesen. Das stellt die Versorgung auf Dauer sicher.
In Zusammenhang mit dem behandelnden Arzt
wird auch auf die Wirtschaftlichkeit der Versorgung geachtet. Probestellungen
von Therapiesystemen werden kostenlos durchgeführt und dokumentiert.
Bei den heutigen Therapiesystemen ist ein hygienisch einwandfreier
Wiedereinsatz gewährleistet.